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Corona: Wie die Hofladenbox für ein Umdenken der Bevölkerung kämpft


Als im März diesen Jahres die Corona-Virus Krise an Fahrt aufnahm, war vieles zunächst unklar. Wie sollte es auch anders sein: weder Politik noch Gesellschaft waren in den letzten Jahrzehnten in solch einer Situation: Einer Pandemie. Geschäfte mussten vorübergehend und zum Teil auch für immer schließen, Freizeitangebote gingen gegen Null; das einzige, was blieb, war der (Hamster)Einkauf. Konserven, Klopapier und Hygieneartikel wurden plötzlich Mangelware, die Nerven der Supermarktangestellten und der Kunden lagen blank und viele Menschen hatten Angst, sich mit dem unbekannten Virus anzustecken. Das Credo lautete: Bleiben Sie Zuhause und waschen Sie sich regelmäßig und gründlich die Hände.

Wer nicht das Haus verlässt und sich nicht in großen Menschenmassen aufhält, steckt sich wahrscheinlich nicht an. Zu den Krisengewinnern zählten folglich neben Streaming- auch die Lieferdienste, wie Amazon oder die Hofladenbox. Letztere, eine Art Online-Wochenmarkt für regionale Lebensmittel, konnte durch die Pandemie sogar ein exponentielles Wachstum hinlegen und ihren Absatzmarkt stark vergrößern, erzählt uns eine der beiden Gründerinnen, Mareike Schalk: "Über Nacht sind bei uns die Bestellungen explodiert. Innerhalb einer Woche sind sie um das Dreifache gestiegen!" Auf der vor zwei Jahren gegründeten Website hofladenbox.de können Menschen aus Fürth, Nürnberg und neuerdings sogar Erlangen Lebensmittel zu einer Abholstation, nach Hause oder sogar ins Büro bestellen. Die Produktpalette reicht von Getränken (u.a. Wein und Kaffee), über tierische Produkte wie Fleisch, Käse, Fisch und Eier, bis hin zu Obst und Gemüse. Die Landwirte müssen dadurch keine eigenen Online-Shops auf die Beine stellen, sondern können die bereits bestehende Infrastruktur nutzen. "Auch die Preise können selbst festgelegt werden, das ist uns ganz wichtig!", merkt Frau Schalk an. Die Konsumenten können hierbei Produkte von verschiedenen Zulieferern bestellen. Diese liefern die Produkte dann ins Lager nach Stein, wo sie anschließend vom Hofladenbox-Team zu einer Bestellung zusammengepackt werden. Letztendlich erhält der Kunde ein oder - je nach Bestellgröße - mehrere Pakete.

Aufgrund der erhöhten Nachfrage mussten "in einer Nacht- und Nebel-Aktion" die Kapazitäten aufgestockt werden. Mitarbeiter wurden eingestellt und Verpackungsmaterial bestellt. "Das hat uns alles natürlich riesig gefreut!" Doch plötzlich ein Rückschlag: Die Kundenbestellungen ließen ohne erkennbaren Grund nach. "Viele Kunden haben einige Wochen bestellt und sind dann wieder zu alten Gewohnheiten zurückgekehrt." Mit alten Gewohnheiten meint Frau Schalk das klassische Einkaufen in einem Supermarkt oder Discounter, bei dem regionale Anbieter üblicherweise kaum in den Regalen vertreten sind. Dieses Problem trifft selbstverständlich auch die Zulieferer, Metzgereien, kleinen Bäcker und Hofläden als solche.

Bei der Hofladenbox mussten durch den Einbruch der Bestellungen auch Arbeitsverträge vor allem in der Logistik auslaufen. "Das ist alles so unfassbar schade. Dabei können wir sogar mit den Preisen der Supermärkte mithalten", sagt Mareike Schalk mit einer enttäuschten Stimme. "Wir dachten, es fände endlich ein Umdenken statt. Selbst nach dem Tönnies-Skandal kehrten die meisten Käufer zwei Wochen später wieder zu alten Einkaufsmustern zurück. Dabei ist der große Vorteil der regionalen Landwirtschaft die Transparenz, der geringe ökologische Fußabdruck, die naturnahe Landwirtschaft und die Nachvollziehbarkeit." Vor allem bedrückt Schalk, dass das Problem so weitläufig ist. "Viele kleine Familienbetriebe versuchen sich gerade noch so über Wasser zu halten, einige mussten allerdings schon aufgeben."

 

- Luca M Schallenberger, Chefredakteur

 

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