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Oscars 2021: Das musst du wissen!


In der Nacht von heute auf morgen findet zum 93 Mal die Verleihung der Academy Awards in Amerikas Filmstadt Los Angeles statt. Wie alles seit dem Ausbruch von COVID-19 muss auch die wichtigste Awardshow der Filmindustrie notgedrungen anders ablaufen als normalerweise.  Auch in diesem Jahr werden die Oscars wieder traditionell im Dolby Theatre vergeben. Das ist allerdings nicht die einzige Location: Um die Gesundheit der anwesenden Personen nicht zu gefährden, wird ein Teil der Veranstaltung in Los Angeles historischer Union Station abgehalten. Die Academy Awards werden also trotz anhaltender Pandemie nicht digital vergeben, sondern man setze laut einem Statement gegenüber Entertainment Weekly auf eine "in-person show our global audience wants to see, while adapting to the requirements of the pandamic". Anders als bei den Emmys oder den Golden Globes wird es auch keine Zuschaltungen per Zoom geben, so die Academy in einem Brief an die Nominierten: "There will not be an option to Zoom in for the show. We are going to great lengths to provide a safe and enjoyable evening for all of you in person, as well as for all the millions of film fans around the world, and we feel the virtual thing will deminish those efforts." Es wird heute Nacht, so die Academy, jedoch auch offizielle Austragungsorte der Oscars in London und an anderen Plätzen außerhalb der USA geben, damit auch diejenigen an der Verleihung teilnehmen können, die aufgrund von COVID-19 nicht in die USA einreisen können.

Einen Host für die diesjährige Preisverleihung wird es allem Anschein nach nicht geben. Das ist allerdings nichts völlig neues, da auch die Oscar-Verleihungen der letzten zwei Jahre ohne Host auskommen mussten. 2019 fanden die Oscars das erste Mal ohne einen Host statt, nachdem Kevin Hart, der eigentlich als Moderator vorgesehen gewesen war, kurz vor den Oscars wegen alter homophober Tweets negativ in die Schlagzeilen geraten ist. Die Fernsehübertragung der Oscars in diesem Jahr soll laut der Academy allerdings auch weniger an eine klassische TV-Show erinnern als an einen Spielfilm. Regisseur Glenn Weiss soll diese neue Vision der Academy Awards in die Tat umsetzen. "Our plan is that this year´s telecast wil look like a movie not a television show, and Glenn has embraced this approach and come up with ideas of his own on how to achieve this. We´re thrilled to have him as a part of the brain trust", hieß es in einem offiziellen Statement.

Der Film mit insgesamt 10 und damit den meisten Nominierungen in diesem Jahr ist "Mank" von Regisseur David Fincher, ein Film über die Entstehung der weltbekannten Klassikers "Citizen Kane". Auf Platz zwei mit insgesamt sechs Nominierungen befinden sich heuer gleich fünf Filme: "The Trial of the Chicago 7", "Nomadland", Minari, "Sound of Metal", "Judas and the Black Messiah" und "The Father". Emerald Fennell´s "Promising Young Woman" durfte sich über fünf Nominierungen freuen. Will Riz Ahmed könnte heute Abend als erster muslimischer Mann überhaupt für seine Rolle in "Sound of Metal" den Oscar für "Best Actor" entgegennehmen. Auch könnte zum zweiten Mal in der Geschichte der Oscars eine Frau den Oscar in der Kategorie "Best Dirctor" gewinnen, denn in diesem Jahr wurden gleich zwei Regisseurinnen nominiert: Chloé Zhao und Emerald Fennell. Chloé Zhao ist bisher die erste Asiantin und erste Woman of Color überhaupt, die jemals für einen Oscar in der Kategorie "Best Director" nominiert worden ist.

Eine vollständige Liste aller Nominierten gibt es wie immer auf der offiziellen Seite der Academy Awards.

Lara Heiße, Chefredakteurin