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3. Mai: Internationaler Tag der Pressefreiheit


„Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt."
– Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz

Quelle: UN.org
Quelle: UN.org

Seit 1994 wird die Pressefreiheit einmal pro Jahr am 3.Mai im Rahmen des Internationalen Tags der Pressefreiheit (engl.: World Press Freedom Day) zelebriert. Eingeführt wurde dieser Tag von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 1993 auf Empfehlung der UNESCO Generalkonferenz. Hintergrund des ganzen ist die Deklaration von Windhuk (engl.: Windhoek Declaration for the Development of a Free, Independent and Pluralistic Press), die am 3. Mai 1991 auf dem UNO/UNESCO Seminar „Promoting an Independent and Pluralistic African Press“ in Windhoek, Namibia, verabschiedet wurde. In dieser Deklaration, formuliert von afrikanischen Journalisten und Verlegern, geht es um die Förderung unabhängiger und pluralistischer Medien auf dem afrikanischen Kontinent. Die Pressevertreter machten dabei auf die Wichtigkeit unabhängiger, freier und pluralistischer Presse für die Entstehung und Weiterentwicklung von Demokratien aufmerksam. 

In diesem Jahr steht der Internationale Tag der Pressefreiheit unter dem Motto „Journalism without Fear or Favour“ mit den Unterthemen „Safety of Women and Men Journalists and Media Workers“, „Independent and Professional Journalism free from Political and Commercial Influence“ und „Gender Equality in All Aspects of the Media”. 

Später in diesem Jahr, vom 18 bis 20 Oktober, findet vor dem Hintergrund des Tags der Pressefreiheit die “World Press Freedom Conference“ unter dem #JournalismUnfiltered in den Niederlanden statt, in der über die wachsenden Bedrohungen für die Pressefreiheit und die Journalisten diskutiert wird, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. 

Quelle: reporter-ohne-grenzen.de
Quelle: reporter-ohne-grenzen.de

Trotz, dass die Pressefreiheit am 3. Mai nun schon fast seit 30 Jahren jährlich zelebriert wird, steht die Freiheit der Presse nicht bei allen Ländern dieser Erde hoch im Kurs, das zeigt die Karte der Pressefreiheit 2020. Jedes Jahr veröffentlicht die Internationale Organisation „Reporter ohne Grenzen“ eine Rangliste der Pressefreiheit, in dem die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien der Erde verglichen wird. Als Grundlage der Statistik gibt die Organisation einen „Fragebogen zu verschiedenen Aspekten journalistischer Arbeit sowie die von RSF ermittelten Zahlen von Übergriffen, Gewalttaten und Haftstrafen gegen Medienschaffende im Kalenderjahr 2019“ an. Die Karte zeigt: die größten Einschränkungen der Pressefreiheit gibt es im Nahen Osten und Nordafrika, gefolgt von Osteuropa und Zentralasien. Insgesamt zeigt der globale Indikator der Pressefreiheit, der sich aus den Punktwerten der 180 Länder und Territorien errechnet, seit seiner Einführung im Jahr 2013 eine Verschlechterung um 12 Prozent. In Deutschland, so Reporter ohne Grenzen, habe sich die Lage leicht verbessert. Die Bundesrepublik kletterte um zwei Plätze vom 13. auf den 11. Platz in der Rangliste. Spitzenreiter ist zum vierten Mal in Folge Norwegen, gefolgt von Finnland, Dänemark, Schweden und der Niederlande. Die Schlusslichter sind Nordkorea, Turkmenistan und Eritrea, die keinerlei unabhängige Berichterstattung zulassen.

 

Weitere Informationen findest du unter: https://www.reporter-ohne-grenzen.de/rangliste/rangliste-2020/

 

- Lara Heiße, Chefredakteurin

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Kommentare: 1
  • #1

    ok. (Sonntag, 03 Mai 2020 18:04)

    ok