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direkt. Talk - unser Statement


Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

am 15.3 sind Kommunalwahlen und du darfst über die Zukunft Fürths mitentscheiden, indem du den Stadtrat als auch den Oberbürgermeister wählst und so den Kurs der Kleeblattstadt entscheidend prägst. Dazu wollen wir dich ausgewogen, kritisch und vielseitig informieren. Wie bereits mehrfach angekündigt, startet dieses Jahr mit einem besonderen Projekt zu genau dieser Thematik. Wir haben euch lange hingehalten und hätten das auch  - ehrlich gesagt - gerne noch länger gemacht, wäre das Ganze nicht in die Öffentlichkeit getragen worden. Aber von Anfang an. In den letzten Monaten haben wir viel Zeit und Mühe in ein in Fürth noch nie dagewesenes Projekt gesteckt: Den direkt. Talk. Anders als von mehreren Seiten behauptet, handelt es sich hierbei nicht um eine Podiumsdiskussion, sondern um ein Politikergespräch, in dem zwei Parteien mit dem jeweiligen (Bürgermeister)-Kandidaten gegeneinander antreten und sich unseren Fragen zur Kommunalwahl stellen. Die Diskussionen werden aus mehreren Winkeln aufgenommen und anschließend in geschnittener Fassung auf unserem YouTube Kanal hochgeladen. Nun kam es allerdings zu mehreren Problemen und Komplikationen, noch bevor wir dir die Neuigkeit unterbreiten konnten. Die Partei die Linke mit dem Spitzenkandidaten Niklas Haupt sagte aufgrund der Einladung der AfD unsererseits zunächst ab und veröffentlichte eine Pressemitteilung, die am 18.1 in den Fürther Nachrichten in Form eines Artikels abgedruckt wurde. In dieser rief er die Bürgermeisterkandidaten der anderen Parteien auf, ebenfalls abzusagen.

Nach mehreren Telefonaten und E-Mails mit anderen Institutionen, haben wir uns dazu entschlossen, eine eigene Pressemitteilung zu schreiben, in der wir unsere Sicht der Dinge darlegen. Diese liest du nun im Anschluss: 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hier lesen Sie die erste (!) offizielle Stellungnahme des direkt. Magazins zum direkt. Talk. Der folgende Text ist eine offizielle Pressemitteilung; bei Rückfragen kontaktieren Sie uns bitte umgehend. [...]

Aufgrund diverser Missverständnisse sehen wir uns in der Pflicht, einige Sachverhalte der letzten Wochen klar zu stellen. Bei dem "direkt. Talk" handelt es sich nicht, wie von diversen Seiten angenommen, um eine Podiumsdiskussion, sondern um eine Videoreihe, bei der immer zwei Kandidaten unterschiedlicher Parteien miteinander diskutieren. Es werden weder alle Parteien gleichzeitig zusammensitzen, noch wird ein Publikum anwesend sein. Dies wurde jedoch in unseren Einladungsschreiben an die Parteien deutlich gemacht. Außerdem hat unser Projekt nichts mit dem ähnlichen Projekt des Stadtjugendrings zutun. Wir stehen weder in Verbindung, noch haben wir uns im vornherein mit ihnen abgesprochen. Es ist für uns auch nicht ersichtlich, wie diese falschen Informationen zustande gekommen sind, noch wer sie verbreitet hat. Wir haben zu keinem Zeitpunkt weder das Grundkonzept, noch irgendwelche Details des direkt. Talks - außer den betroffenen Politikern selbst - offen dargelegt.

Zudem wurden wir öffentlich von mehreren Seiten bezüglich der Teilnahme der AfD kritisiert. Wir verstehen uns selbst als Jugendjournalisten und halten uns aus diesem Grund an den Pressekodex. Dieser besagt unter Ziffer 1 Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde, Unterpunkt Richtlinie 1.2 Wahlberichterstattung:

 

"Zur wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gehört, dass die Presse in der Wahlkampfberichterstattung auch über Auffassungen berichtet, die sie selbst nicht teilt." (https://www.presserat.de/pressekodex.html)

 

Aus diesem Grund ist zu unserem Projekt ein Vertreter der Alternative für Deutschland eingeladen. Nicht, weil wir der Partei eine Plattform für Eigenwerbung bieten wollen, sondern weil wir ganz im Sinne der Wahlkampfberichterstattung über alle berichten wollen, die Bürgermeisterkandidaten stellen und eine realistische Chance haben, in den Stadtrat einzuziehen. Wir werden aber durchaus mit den Anwesenden diskutieren und unseren Zuschauern so ein unparteiisches, neutrales aber durchaus kritisch hinterfragtes Bild der Parteien geben. Wir sind der Ansicht, dass es unsere Aufgabe ist, uns auch mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen, denn das gehört unseres Erachtens zu einem kritischen Dialog als (angehende) Journalisten dazu. Für uns steht auch weiterhin der kritische, neutrale und investigative Journalismus an erster Stelle, weshalb wir uns gegen die Ausladung der AfD entschieden haben.

 

Zudem fragen wir uns, wieso genau unser Projekt so viel Aufmerksamkeit erlangt. Vor weniger als einem Jahr (8. Mai 2019) fand in der Volkshochschule Fürth eine Podiumsdiskussion statt, an der sowohl die Grünen, als auch die Linken teilnahmen, obwohl die AfD ebenfalls vor Ort war. Zu diesem Zeitpunkt empörte sich niemand über den Sachverhalt  - geschweige denn - sagte ab.

Trotz der ganzen Hürden freuen wir uns auf eine faire und offene Diskussion der Kandidaten nach den Regeln des demokratischen Diskurses." /Ende des offiziellen Statements/

 

Auch unser Statement wurde von den Fürther Nachrichten freundlicherweise in Form eines Artikels abgedruckt und online veröffentlicht, hier fanden sich auch einige Kommentare, die ihr auf der Website nordbayern.de nachlesen könnt.

Schreib uns doch gerne deine Meinung in die Kommentare, per DM oder Mail!

 

- Lara Heiße und Luca M Schallenberger, Chefredakteure

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Kommentare: 2
  • #1

    Elke Bauer (Sonntag, 02 Februar 2020 08:52)

    Ihr macht es genau richtig! Hut ab! So muss Journalismus sein.

  • #2

    Heidi Lau (Dienstag, 03 März 2020 08:32)

    Hallo liebe Nachwuchs Journalisten. Ich habe an eurem Direkttalk teilgenommen. Ihr habt mich mit der AFD interviewt. Ich bin Demokratin und habe das Interview daher mitgemacht. Leider scheinen andere jetzt Gerüchte zu verbreiten, dass ich nach der Wahl mit der AFD zusammengehe. Das ist völliger Blödsinn. Ich bitte euch da um Unterstützung. Wo sieht man die Beiträge?