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Interview mit Vancouver Sleep Clinic


Sanfte Stimme, tiefgehende Texte und zarte Instrumentals, die einen in Nostalgie versetzen und zum Nachdenken bringen.

 

Wer sich mit dieser Art Musik identifizieren kann, der ist bei der Indie-Pop Band Vancouver Sleep Clinic genau richtig. Hinter dem kreativen Pseudonym verbirgt sich der 23 Jahre alte Australier Tim Bettinson. Geboren wurde der Künstler, der sich selbst schmunzelnd als „Hipster“ bezeichnet, in Brisbane, einer über zwei Millionen Einwohnerstadt an der Ostküste Australiens.

Tim Bettinson | Quelle: www.instagram.com/vancouversleepclinic/
Tim Bettinson | Quelle: www.instagram.com/vancouversleepclinic/
Brisbane | Quelle: Google Maps (maps.google.com)
Brisbane | Quelle: Google Maps (maps.google.com)

VSC ist seit 2013 in der Musikbranche aktiv und veröffentlichte seitdem zwei Studioalben, drei EPs und zahlreiche Singles. Auch im Bereich TV und Spielfilm durfte Tim Projekte durch seine Songs bereichern, so zum Beispiel das 2015 erschienene Liebesdrama „Before we go“ mit Chris Evans in der Hauptrolle. Auch in mehreren Folgen der US-amerikanischen Serie Teen Wolf sind seine Lieder zu hören, sowie in der 2018 erschienen Serie „The Good Doctor“. 

Zwischen den Vorbereitungen für seine anstehende Tournee und der Veröffentlichung seines neuen Albums „Onward to Zion“ hat sich der junge Künstler Zeit für das direkt. Magazin genommen und sich den Fragen unserer Chefredakteurin Lara gestellt. Ganz offen spricht Tim über Schreibblockaden und verrät sein Mittel gegen Versagensängste.

 

Du bist ja ein australischer Musiker, aber dein Künstlername ist „Vancouver Sleep Clinic“. Wie bist du auf diesen doch sehr spe-ziellen Namen gekommen?

Der Name passt zu der Atmosphäre meiner Musik, er ist träumerisch und auch ein bisschen merkwürdig. Und vor allem ist er einzigartig. Vancouver hab ich aus dem Grund gewählt, dass der Name so einfach besser klingt, als „Australian Sleep Clinic“ 

Gibt es einen Song von dir, den du als deinen Lieblingssong beschreiben würdest?

Da gibt es einige, aber wenn ich mich festlegen müsste, dann wäre es wahrscheinlich „Someone to stay“. 

Gibt es einen Sänger oder einen Musiker im Allgemeinen, mit dem du gerne mal zusammenarbeiten würdest?

Also wenn hier das Motto ist „The Sky is the Limit“, dann würde ich sehr gerne einmal mit Kanye West zusammenarbeiten. Er war schon immer eine Inspiration für mich. 

Gibt es irgendeinen Ort auf der Welt, an dem du gerne einmal auftreten würdest? 

Ich würde sehr gerne einmal in Süd-Amerika performen, am liebsten in Brasilien. Und ich würde super gerne einmal auf dem Glastonbury-Festival auftreten. Ich muss aber sagen, dass ich eigentlich am liebsten in kleineren Locations spiele, das ist einfach familiärer und die Stimmung ist anders. 

 

"Der Name passt zu der Atmosphäre meiner Musik [...]"

Tim Bettinson | Quelle: www.instagram.com/vancouversleepclinic/
Tim Bettinson | Quelle: www.instagram.com/vancouversleepclinic/

Woher bekommst du deine Inspiration für neue Lieder? Und gibt es auch Tage, an denen dir überhaupt nicht einfällt, über was du schreiben könntest? Bekommst du manchmal Schreibblockaden?

Die Musik, die ich schreibe, ist sehr persönlich und die Texte kommen von einem sehr persönlichen Standpunkt. Trotzdem kenne ich Schreibblockaden, klar! Vor allem dadurch, dass die Musik mittlerweile mein Job ist und ich durch sie meinen Lebensunterhalt verdiene. Daher spüre ich schon oft Druck, etwas zu Papier bringen zu müssen. Da nehme ich mir dann meistens eine kleine Auszeit und gehe zum Beispiel Campen. Draußen in der Natur bekomme ich immer den Kopf frei. 

 

"Deswegen musst DU lieben, was du tust."

 

Hast du auch mit Versagensängsten zu tun? Hast du beispielsweise manchmal Angst, dass deine Fans dein neues Album nicht mögen werden? 

Dauernd! Je mehr Menschen mir folgen und meine Musik hören, desto höher werden auch die Erwartungen und dadurch natürlich auch der Druck. Neue Musik herauszubringen ist jedes Mal eine nervenaufreibende Zeit. Was dagegen hilft, ist sich ins Gedächtnis zu rufen, dass man die Musik in erster Linie für sich selbst machen sollte. Es wird immer Menschen geben, die das, was du machst, nicht mögen oder nicht gut finden. Deswegen musst DU lieben, was du tust. 

Quelle: Spotify/Vancouver Sleep Clinic
Quelle: Spotify/Vancouver Sleep Clinic

Würdest du dich selbst als Star bezeichnen?

Oh, absolut nicht. Ich würde mich selbst eher als Hipster beschreiben.  Bei mir geht es weniger um mich als Person und mehr um meine Musik. Manchmal werde ich aber auf der Straße erkannt und angesprochen, vor allem in Australien und auch in den USA. 

2013 hast du deinen ersten Song veröffentlicht. Hast du damals damit gerechnet, jemals so eine Reichweite zu haben, wie du heute hast? Hast du mit diesem Erfolg gerechnet?

Ich wollte schon immer Musik zu meinem Beruf machen und als ich 2013 meine erste Single veröffentlicht habe, war das mein erster Schritt in diese Richtung und ich wollte es zum ersten Mal so richtig probieren. Ich habe es schon immer geliebt, Musik zu machen, und ich habe an mich geglaubt. Ab und zu kommt es mir aber, wie viel Glück ist hatte und wie glücklich ich mich schätzen kann, an dem Punkt zu sein, an dem ich jetzt bin. Wir vergleichen uns selbst ständig mit anderen Leuten, aber ich bin wirklich sehr dankbar, für alles, was ich habe und ich schätze das wirklich wert. 

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Wenn ihr Tim und seine Musik unterstützen wollt, dann besucht ihn gerne auf Instagram und Twitter und genießt sein neues Album „Onward to Zion“ auf YouTube und Spotify!

 

Instagram: @vancouversleepclinic 

Twitter: @vcsleepclinic 

Youtube

Spotify

 

(Disclaimer: Das gesamte Interview hat auf Englisch stattgefunden und wurde zum besseren Verständnis für alle Leserinnen und Leser von Lara ins Deutsche übersetzt)

 

- Lara Heiße, Chefredakteurin

 

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