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Das sagt die Fürther CSU zum CSYou Video


Das CSYou Video hat hohe Wellen geschlagen und ist bei der Zielgruppe mit mehr als 202.000 Dislikes eher schlecht als recht angekommen. Was die CSU Fürth in Vertretung des Oberbürgermeisterkandidaten Dietmar Helm zu der ganzen Sache sagt, lest ihr exklusiv bei uns.

 

Die beiden Videos findest ihr natürlich auch noch einmal hier:


"Die CSU kann, darf und muss – was soziale Medien betrifft - einiges dazulernen."

 

Dietmar Helm, Oberbürgermeisterkandidat der CSU Fürth für die Kommunalwahl 2020 äußert sich wie folgt zu dem ersten Video:

 

"Ihr wollt meine Meinung zum neuen Youtube-Kanal „csyou“ wissen? Ich bin Unternehmer und habe früher einen landwirtschaftlichen Betrieb geleitet. Meine Haltung und meine Forderung an mich selbst und an uns als Politikerinnen und Politiker ist: Glaubwürdigkeit! Authentizität! Dafür stehe ich und genau das wünsche ich mir von allen Menschen und für alle Menschen – und auch für die Kommunikation in den sozialen Medien. Die CSU kann, darf und muss – was soziale Medien betrifft – einiges dazulernen. Konkret ist mir bei csyou das Ziel des Kanals nicht ganz klar geworden: Berichterstattung? Neue Vorschläge? Persönlich bin ich ein Fakten-Fan und liebe genaue Quellenangaben. Auch die fehlen noch bei csyou. Aber die CSU lernt dazu! "

 

Unsere Redakteurin Nellie kommentiert zum zweiten Video:

 

"Auch die zweite Episode von CSYOU sammelt fleißig Dislikes auf YouTube. Die negative Resonanz war zu erwarten: Nach dem skandalösen Start der Serie sind die Gemüter vieler Jugendliche offensichtlich noch erhitzt. Da muss die CSU vermutluch mit ein paar voreiligen "Daumen nach unten" rechnen.


Doch auch inhaltlich kann das Video die jungen Zuschauer nicht unbedingt überzeugen: Herr Kuffer zeigt stolz auf, wie die CSU das Asylrecht verschärft hat und die Zahl der Asylanträge senken konnte. Dabei redet er über Flüchtlinge, als ob sie Parasiten wären, die man abwehren muss. Schön, dass wir uns sorgen, dass weniger Flüchtlinge ins Land kommen, aber ander Menschen sorgen sich gerade darum, nicht auf der gefährlichen Flucht über das Mittelmeer zu ersaufen oder nicht durch den Krieg getötet zu werden, nicht wegen ihrer Religion oder sexuellen Orientierung verfolgt zu werden. Es wäre anständig gewesen, wenigstens in einem Satz darauf hinzuweisen, dass Asyl ein legitimer Bestandteil des deutschen Rechts ist und Leben rettet. Es erweckt den Eindruck, als würde Herr Kuffer Flüchtlinge nur als Zahlen betrachten, die es zu minimieren gilt. Er verliert er kein Wort darüber, wie Immigration besser gelingen kann. 


Die CSU hat sich die Kritik der User und Medien jedoch zu Herzen genommen:

In der Infobox gibt es nun Quellenangaben und die Folgen wirken ohne die vielen Effekten ruhiger und sachlicher. Die CSU scheint damit aufgehört zu haben, die Folgen krampfhaft trendig wirken zu lassen. Armin war mir somit tatsächlich etwas sympahtischer. Auch der selbstironische Anfang mit Auschnitten aus Herrn Kuffers hitzigen Reden war amüsant. Die CSU konnte definitiv an Authentizität gewinnen.


Dennoch muss sich die Union endlich bewusst werden, dass sie ihren schlechten Ruf bei der jungen Generation inhaltlichen Differenzen verdankt. Ein uncooles Image ist dabei nur Nebensache. Auch sollte ein gesellschaftlicher Diskurs darüber geführt werden, inwiefern Parteien eigene Nachrichtensender betreiben dürfen. Denn guter Journalismus ist objektiv. Unabhängige Medien sind in einer Demokratie unabdingbar."

 

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