· 

[GASTBEITRAG] FFF Global Strike Fürth


Auch in Fürth fand am 24.5.2019 im Rahmen des Global Strikes eine Fridays for Future Demonstration statt. Symbolisch startete der Klimastreik um fünf vor zwölf am Fürther Paradiesbrunnen. Ab halb 12 bewegten sich erste Schüler*innengruppen mit bunt bemalten Schildern in Richtung Kleine Freiheit. „Like the ocean we rise“, „No planet B“, „Where we stand on is what we stand for“, „Winter is not coming“ und andere Sprüchen zierten die Plakate. Zwei große Fs aus Pappe ragten aus einem Bollerwagen, beide mit Öffnung, um entweder aufgesammelte Zigarettenstummel oder kleines Spendengeld zu entsorgen. Ein großer Banner lag vor dem Paradiesbrunnen, auf den jeder mit Edding seine Vorstellungen von einer besseren Umwelt- und Klimaschutzpolitik niederschreiben konnte. Aufkleber wurden verteilt, sowie noch von dem Organisationsteam gemalte Schilder und Handschuhe zum Zigarettenstummel-Aufsammeln. Um fünf vor zwölf versammelten sich dann ungefähr 300 Menschen, viele Schüler*innen, aber auch einige Erwachsene, jedes Alter war verteten. Anna Botzenhardt eröffnete die Demonstration und machte auf den massiven Zeitdruck aufmerksam, bei einer so fortgeführten Klimapolitik, hätte die Menschheit in neun Jahren ein riesiges Problem. Nach ein paar mitreißenden Sprüchen setzte sich der Zug in Bewegung, mit Banner voran gingen wir an dem neuen Markt vorbei. Sprüche wie „Hopp, hopp, hopp, Kohlestopp“, „Keine Kohle für die Kohle“, „Wir sind hier wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ oder „Ihr habt kein Recht die Zukunft zu zerstören“ wurden schallend durch das Megafon angekündigt, sodass die ganze Bewegung einstimmen konnte. Durch die Neue Mitte wurde gelaufen, den Schaulustigen wurde mit „Leute lasst das Glotzen sein, reiht Euch in die Demo ein“ begegnet. Am Drei-Herren-Brunnen wurde dann ein gemeinsames Die-In inszeniert. Alle legten sich auf den Boden und hielten eine Schweigeminute: Ein symbolischer Akt für das Artensterben und die Schäden, die der bereits begonnene Klimawandel angerichtet hat, sowie eine Mahnwache, sollten nicht bald gehandelt werden. Nach der Aktion wurde die Schwabacher Straße weiter hinab gelaufen, dann auf den Königsplatz und schließlich vor dem Sozialrathaus in die Gustavstraße eingebogen. Nach weiterem Laufen mit vielen Sprüchen und Gehüpfe („Wer nicht hüpft der ist für Kohle“) kamen wir am Grünen Markt an. Eine inhaltliche Rede folgte dann von Moritz Tauer, Mitorganisator, skizzierte er dort das politische Versagen der vergangenen 40 Jahre in Sachen Klimaschutz und erwähnte den wichtigen Termin des Global Strikes auf zwei Tage vor den bedeutenden Europawahlen. Eine sozial verträgliche CO² Steuer, Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und höhere Besteuerung Flugverkehrs im Wechsel zur besseren Förderung der Bahn waren zentrale Forderungen. Außerdem rief er zu mehr politischem Engagement auf und erklärte geplante Aktionen des Fridays for Future Fürth Teams, wie eine Müllsammelaktion oder ein geplantes ReCup System in ganz Fürth. Bea von Families for Future Fürth lobte die wichtige Arbeit und das bedeutende Engagement der Schüler*innen, welche sich für eine bessere Welt einsetzen. Das Mikrofon wurde weiter gegeben, und andere Schüler*innen hatten die Möglichkeit sich zu äußern, wie auch der 10-jährige Laszlo, der über das Verhalten seiner Mitschüler*innen redete und die Wichtigkeit des kommenden Klimawandels beschrieb. Nach anderen kleinen Reden wurde die Veranstaltung um 13.30 beendet, und die Klimaschützer*innen gingen wieder ihrer Wege. Besonders Motivierte fuhren noch nach Erlangen oder Nürnberg, wo die Klimastreiks zu späteren Zeiten begannen. Die nächste Fridays for Future Demo in Fürth wird es voraussichtlich in einem Monat geben, die nächste Families for Future Aktion ist am 7.6. geplant

 

- Moritz Tauer, Mitorganisator der Fridays For Future Demonstrationen in Fürth

 

[Folge uns auf Instagram, um nichts mehr zu verpassen: @direkt_fuerth]


Kommentar schreiben

Kommentare: 0