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Avengers Endgame


ACHTUNG! Diese Review beinhaltet starke Spoiler und soll hauptsächlich als Diskussionsanreiz dienen! Also gilt: Erst Film schauen, dann lesen! :)

 

Knapp eineinhalb Monate nach dem letzten Film aus dem Marvel Universum (die Review zu Captain Marvel findest du hier) öffneten die Kinos heute, am Mittwoch, dem 24.4., ihre Pforten für den lang erwarteten Avengers: Endgame. Mit einer Länge von drei Stunden ist der Film sogar noch länger als seine - sowieso schon mit Überlänge versehenen – Vorgänger, was wohl kaum überrascht, denn es ist ja schließlich der – vorerst – letzte Teil der hochgelobten Avengers Reihe. Nachdem viele Fans letztes Jahr mit dem Verlauf von Infinity War nicht zufrieden waren, haben sie dieses Jahr erneut die Chance ihre Lieblingshelden auf der Leinwand zu sehen und auf ein vielleicht - subjektiv gesehenes – besseres Ergebnis zu hoffen.

 

Der Film, der unmittelbar nach Infinity War spielt, bietet auf jeden Fall genau das: Eine zweite Chance, die Erde, bzw. die ganze Galaxie und deren Bewohner zu retten und den Bösewicht Thanos zu besiegen. Wo wir auch schon mitten im Geschehen sind. Der Film fängt schnell und direkt an, zu sehen ist die Vergangenheit eines Avengers Mitglied kurz gefolgt von einer Aufnahme von Stark, Tony Stark, der einsam und alleine, naja, nicht völlig einsam, er hat schließlich seine Android Freundin Nebula dabei, im All rumgeistert und eine Art Abschiedsbrief aufnimmt. Als ihm klar wird, dass der Sauerstoff langsam knapp wird und die Chance einen nahen Supermarkt zu erreichen (ja, das sagt er so) gegen Null geht, legt er sich schlafen. Doch leider werden seine sicherlich von Pepper handelnden süßen Träume abrupt unterbrochen, als ein Lichtstrahl ihn blendet. Wer das wohl sein könnte, fragt sich das Publikum und die Antwort lässt nicht lange auf sich warten. Es ist Captain Marvel, die anscheinend direkt aus den Dreharbeiten zu ihrem namensgleichen Film mal zufällig vorbeischaut und Tonys Schiff mal eben zur Erde trägt. Woher sie kommt und wieso sie dort auftaucht scheint niemand so genau zu wissen, also wurde die Erklärung im Film kurzerhand weggelassen und die Zuschauer wurden mal Eben vor vollendete Tatsachen gestellt. Nevermind, auf der Erde angekommen versammeln sich die Überreste der Avengers und suchen Thanos in seinem Schrebergarten auf. Durch Wut getrieben kommt Thor um die Ecke und hackt ihm kurzerhand den Kopf ab. Soviel zum Intro des Films, die Haupthandlug kann beginnen.

 

Jetzt, 5 Jahre nach Infinity War scheinen die Menschen noch immer nicht von ihrem Schicksalsschlag erholt zu sein und suhlen sich in Selbstmitleid. Obwohl zwar noch die Hälfte der Menschheit übrig ist, herrscht ziemliche Weltuntergangsstimmung und die Menschen fühlen sich auch nicht verpflichtet, daran was zu ändern und sitzen lieber weinend Zuhause. Ja, zugegeben, bis jetzt klingt das alles ziemlich melancholisch und depressiv, doch das ist der Film eigentlich gar nicht. Er bietet auch sehr viele interessante Aspekte. Im Laufe der Wiederbeschaffung der Infinity Steine und der damit verbundenen Zeitreise kann man verschiedenste Szenen aus vergangenen Teilen noch einmal miterleben, nur eben aus einer anderen Perspektive. Bemerkenswert ist hierbei das CGI und die akkurate Nachbildung der Szenen, die einen wirklich staunen lassen. Auch die Story ist abgesehen von den anfänglichen Unstimmigkeiten sehr gut geschrieben und beinhaltet einige gute Witze und lustig anzusehende Sequenzen, wie z.B. einen übergewichtigen und ungepflegten Thor. Der Spannungsbogen wird bis zuletzt aufrechterhalten und die Story bringt noch einmal sehr viele, unerwartete Wendungen mit sich, die den Zuschauer immer wieder in ihren Bann ziehen. Des Weiteren kommt Endgame mit relativ wenig Kampfhandlung aus, was die große Schlacht zum Ende des Filmes hin noch spektakulärer macht.

Alle guten Dinge haben ein Ende, so auch die Avengers Reihe und so auch Tony Starks Leben. Sein Tod soll allerdings nicht nur traurig sein, sondern könnte auch als metaphorischer Abschluss der Avengers Reihe gesehen werden. Schließlich begann sie mit Tony Stark in Iron Man und endet nun mit seinem Ableben.

 

- Marlena, Redakteurin

- Luca, Chefredakteur


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